Fassadengerüst mit Staubnetz und Treppenturm nach TRBS 2121Treppentürme - Ein leichter Aufstieg ist garantiert

Es gibt viele unterschiedliche Arten von Gerüsten, worunter auch die Treppentürme fallen. Hierbei handelt es sich nicht um eine Erfindung der Neuzeit, sondern schon in der antiken Zeit gab es einige Beispiele, wie beispielsweise an den Kaiserthermen in Trier. In vielen eingeschossigen Bauwerken waren Treppenaufgänge überflüssig oder in die oft mehrere Meter dicken Außenwände des Gebäudes untergebracht. Diese Tradition blieb bei Wehrtürmen sowie Kirchen und Burgen des frühen und hohen Mittelalters bestehen. Erst im Hoch- und Spätmittelalter (Romanik und Gotik) hat sich dieser Umstand geändert. Der Trend ging von den dekorativen Treppentürmen hin zum Bau von zweckorientierten und weniger schönen Türmen.

In der Renaissance wurden Treppentürme wesentlich dekorativer und repräsentativer. Insofern wurden Treppen zu dieser Zeit kaum mehr ausgelagert oder versteckt, sondern kunstvoll geschwungen oder gerade gebaut. Auch reichhaltiger Decken- und Geländerschmuck gehörte nun dazu, wie man im Schloss Chambord, Palazzo Barderini oder Schloss Chenonceau sehen kann. Durch den verstärkten Bau von geraden Treppenaufgängen mit Zwischendepots, dem heute bekannten Treppenhaus, wurden die separaten Treppentürme immer seltener. Doch schon bald hat der Bau die Vorteile von einem Treppenturm entdeckt und diesen genutzt. Insofern ist er heute eine hochwertige Alternative, wobei die modernen Modelle mit ihren Vorfahren natürlich nicht mehr viel gemein haben.

Der vielseitige Einsatz von Treppentürmen

Heute ist ein Treppenturm eine der besten Alternativen zum üblichen Gerüstaufstieg. Insofern muss ein Gerüst nicht mehr per Leiter erklommen werden, sondern es kann bequem die Treppe genommen werden. Gerade, wenn schwere Lasten getragen werden müssen, ist eine Treppe wesentlich sinnvoller und sicherer, als ein innenliegender Leitergang. Zusätzlich wird die Zeit verringert, da oftmals Hilfe notwendig war, wenn Lasten auf das Gerüst gebracht werden sollten. Ein passender Treppenturm benötigt natürlich einiges an Platz, weshalb er nur zum Einsatz kommen kann, wenn vor dem Baugerüst genügend Stellfläche ist. Immerhin werden Treppentürme als Extrafeld vor dem Gerüst montiert. Dadurch ist der bequeme und ergonomische Aufstieg in jeder Arbeitslage machbar. Gerade für umfangreiche Arbeiten und den Materialtransport ist der Treppenturm ein optimaler Begleiter. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Aufstiegsmöglichkeit eine schnelle Fortbewegung auf der Baustelle sichert, welche Zeit spart und am Ende auch Kosten.

Die Anwendung von einem Treppenturm zusammengefasst

Treppentürme eignen sich als Zugang zu Arbeitsplätzen auf einem Gerüst, bei denen umfangreiche Materialtransporte notwendig sind. Auch ab einer Aufstiegshöhe von mehr als zehn Meter ist ein Treppenturm zu empfehlen. Besonders gerne kommt er bei kompletten Fassaden-verkleidungen zum Einsatz. Auch Sanierungen mit Wärmedämmung sind eines der Aufgabengebiete von einem Treppenturm. Ansonsten kann er für komplette Dachsanierungen eingesetzt werden. Insofern wird auf fast jeder Baustelle ein Treppenturm benötigt, welcher einen simplen Zugang zu dem Gerüst erlauben soll.

Die verschiedenen Varianten vom Treppenturm

Sicherlich gibt es auf den Markt nicht nur einen Treppenturm, welcher direkt begeistern wird. Durch die hohe Beliebtheit der Treppentürme ist die Auswahl an Angeboten rasant angestiegen. Insoweit gibt es Treppentürme als Blitzgerüst oder Modulgerüst. Alle Treppentürme haben die Lastklasse 3. Dadurch ist eine gleichmäßig verteilte Flächenlast von 2kN/qm erlaubt. Die verschiedenen Ausführungen setzten sich folgendermaßen zusammen: Es gibt eine Modultreppe, welche den persönlichen Bedürfnissen angepasst werden kann. Insofern kann bestimmt werden, wie hoch, in welcher Art und in welchem Aufbau der Turm gewünscht wird. Ein Podest-Treppenturm ist ebenso sehr beliebt und besitzt für den erleichterten Aufstieg ein kleines Podest an jeder Stufe zum Baugerüst. Die Podessttreppe gibt es ebenso im Blitz- oder Allround-Gerüst. Gleichermaßen kann zu einem Rohbau-Treppenturm gegriffen werden, welcher speziell auf die Nutzung in einem Rohbau ausgelegt ist. Ansonsten unterscheiden sich die Modelle oftmals nur in ihrer Zusammensetzung, wie beispielsweise ein Treppenturm 200, 500 oder 750.